Häufige und starke Kopfschmerzen können ein Marker für psychische und körperliche Begleiterkrankungen sowie Probleme im sozialen Umfeld zu sein. Ob sie sich aber auch auf die Schulleistungen auswirken, ist unklar.

Das sind die wesentlichen Ergebnisse einer US-Studie, die Dr. Scott Turner von der Universität in Birmingham (USA) mit seinem Team herausgefunden hat. Als Grundlage der Untersuchung diente der National Survey of Children’s Health aus den Jahren 2017 und 2018 mit Daten zu über 34.400 Kindern im mittleren Alter von zehn Jahren. Es zeigte sich, dass Fehlzeiten, Schulprobleme und Sitzenbleiben bei Kindern mit ausgeprägten Kopfschmerzen zwei- bis dreifach häufiger als bei Kindern ohne Kopfschmerzen beobachtet werden.

Die Ergebnisse der Studie lassen auch erkennen, dass Kopfschmerzen bei Kindern häufig auch ein soziales Problem sind. Ein Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und Defiziten in der Schule ließ sich auf Alter, sozioökonomische Faktoren und Begleiterkrankungen zurückführen. Kinder im Alter von 15–17 Jahren fielen rund 60 % häufiger in der Schule auf als solche unter zwölf Jahren, sie mussten auch doppelt so oft schon eine Klasse wiederholen.

Kinder aus den reichsten Familien hatten weniger Fehlzeiten wie solche aus den ärmsten. Krankheiten wie Asthma, Epilepsien und psychische Störungen gingen mit einer zwei- bis dreifach erhöhten Rate für häufige Fehlzeiten einher. Häufiger von Schulproblemen betroffen waren Jungen, ebenso Afroamerikaner, Kindern aus armen Familien, Allergiker oder Kindern mit psychischen Störungen. Am häufigsten mussten Jugendliche, arme Kinder, Latinos und ADHS-Kranke eine Klasse wiederholen.


ras