Informationen und Aufklärung genügen häufig nicht, um Impfskepsis abzubauen. Doch woran liegt das?

Auch wenn infolge der Corona -Pandemie das Thema „Impfen“ derzeit in aller Munde ist und sich die meisten Menschen sehnlichst eine Impfung wünschen, wird die Sicherheit und der Nutzen von Impfstoffen häufig weiter in Frage gestellt. Immerhin zweifeln Studien zufolge 40 bis 60 Prozent der Europäer die Sicherheit von Impfungen an Medizinstudenten der Universität Wien haben deshalb untersucht, wie sich Zögernde und Skeptische vom Nutzen des Impfens gegebenenfalls doch überzeugen lassen könnten und welche Rolle dabei belegbare Fakten spielen.

Neben Einwänden gegen spezifische Impfungen wie die Influenza- oder Masernimpfung ging es auch um allgemeine Widerstände der Gegner. Häufig werden in den Impfstoffen enthaltenen Aluminiumsalze angeführt, die gesundheitsschädigende Folgen hätten. Dass die maximal in einer Impfdosis enthaltene Menge an Aluminium weitaus geringer ausfällt als täglich ohnehin über Nahrung und Trinkwasser aufgenommen werden, wird dabei ignoriert.

Gerne wird auch als Argument gegen das Impfen genannt, dass die Impfung selbst genau die Erkrankung auslöst, gegen die sie eigentlich schützen soll. Auch wenn diese Irrtümer nachweislich widerlegt werden können, bleiben hartnäckige Skeptiker bei ihrer Ablehnung. Die Bedenken, sich impfen zu lassen, nimmt in der Gruppe mit den größten Bedenken gegen die Impfung dann sogar noch zu.

Ob Fakten und Argumente daher reichen, Impfzweifler zu bekehren, darf also bezweifelt werden. Laut Studie müsste sich vielmehr die grundsätzliche Einstellung zum Impfen ändern. Ob dies zumindest zum Teil gelingt, wird auch sehr stark vom weiteren Verlauf und Erfolg der COVID-19 Impfungen abhängen.


KMS/ras